Feuer und Hass – Schloss Bidache, 16xx-1796

Aquitanien, Frankreich

Dieser Weg fährt nach Bidache, auf einem Hügel hinter den Bäumen erhebt sich das einst prächtige Schloss der Herzogen von Gramont.

Das Schloss steht im Norden des Dorfes, auf einem Felsvorsprung, mit Blick auf den Fluss Bidouze und auf den Napoleonweg. Eine Terrasse aus dem 18.Jh verbindet es mit dem Ort Bidache. Es gehört Antoine XIV., Herzog von Gramont. Das Schloss wurde mehrmals umgebaut. 1523 wurde es von den Truppen Charles V. unter Befehl des Prinzen von Oranien belagert und angezündet, dabei vollständig ruiniert.

In der ersten Hälfte des 16.Jh unternahm Charles de Gramont (1475-1544), Erzbischof von Bordeaux und Generalleutnant von Guyenne, umfangreiche Renovationsarbeiten.Viele Architekten, Kunsthandwerker, Bildhauer und Maler kamen für den Wiederaufbau nach Bidache.
Wichtige Zeitgenossen waren hier auf Besuch, König Charles XIX. und Katharina de Medici waren seine Gäste 1565. Der Wiederaufbau ging während dem 16.Jh. und dem gesamten 17.Jh. weiter. Unter Louis XIV empfängt Antoine III., Marschall von Gramont, den Kardinal de Mazarin in dem Schloss, dieser lobt die Treppenanlage, sie sei eine der schönsten Frankreichs.
Charles-Antoine de Gramont beginnt Anfang des 18. Jh. den Wiederaufbau der monumentalen Tore, die über den Eingang wachen. Das Schloss wurde bei der Französischen Revolution 1796 erneut in Brand gesteckt.
Seit diesem Zeitpunkt wurden mehrere Sanierungsvorhaben gestartet, bisher ohne Erfolg.
Heute ist ein ehrgeiziges Projekt zur Erhaltung und Wiederinstandsetzung des Ensembles in Vorbereitung.
Dies ist die offizielle Version der Geschichte auf der www.bidache.org – Seite.

Sommer 07 fuhren wir zufällig dran vorbei, auf dem Weg vom Atlantik zu den Grotten von Isturiz und Oxocelhaya. Die mächtige Ruine zog uns derart in ihren Bann, dass wir sofort kehrt machten und alles probierten, um hinein zu gelangen.
Schafe grasten friedlich im grossen Foyer hinter den Baustellenversperrungen. Eine Dame brachte ihre Freundin, die zu Gast aus einem anderen Teil Frankreichs war, auf einen Spaziergang bis zum Bauzaun. Auf meine Frage, wann die Sanierungsarbeiten enden würden, lachte sie und sagte, sie sei vor siebzehn Jahren ins Dorf gezogen und seither hätte sich auf dieser Baustelle nichts getan. Beim Rathaus gab man mir Bescheid, Sommer ’08 sei die Renovation fertig. Der letzte alte Seigneur von Gramont sei verarmt und stur und weigerte sich, das Schloss rechtzeitig der Gemeinde abzutreten, aber Geld für die Renovation besässe er auch keines. Inzwischen hat nicht einmal die Webseite einen Fortschritt erlebt.


Leute im Dorf erzählten, das Schloss sei ursprünglich im 10.Jh. gebaut worden. Die Seigneurs de Gramont waren seit jeher eine Diplomatenfamilie im Dienste der Französischen Krone. Einer von Ihnen war es, der nach Spanien ging, um im Namen Louis XIV. um Maria Theresias Hand anzhalten. Auf der Rückreise habe der Tross hier übernachtet, allein deshalb hatte man das Tor und die grosse Terrasse über das Tal der Bidouze gebaut, um einen grossen Ball zu Ehren des königlichen Besuches zu veranstalten.
1789 wurde das Schloss der Gemeinde abgetreten und brannte 1796 aus (französische Revolution 1788-1798). Seither liegt das stolze Gemäuer ruiniert da.

 

©www.bidache.org

Die Leute erzählten noch etwas. Das Schloss hätte einen bösen Ruf, seit einer der Gramonts seine Frau mit dem Stallmeister im Stall erwischte und den letzteren in den Armen seiner Gemahlin erschoss. Er verlor den Verstand und das Schloss brannte in derselben Nacht aus. Das war 1786. Sei dann hätte sich auf dem Gelände nichts mehr getan.
Es sei ihnen egal, was damit passiere, der Adel sei doch degeneriert und die Basken würden sich dem königlichen Frankreich und dessen Schätzen gegenüber in keiner Weise verpflichtet fühlen.

Luftansicht auf GoogleMaps hier

Rekonstruktionszeichnungen hier

Fotos der Gemeinde hier

©www.bidache.org

Das Haus an der Kiseleff – Chaussée – Update

Unnatürlich ordentliche Zerstörungsspuren

Seit dem letzten Eintrag über dieses Haus habe ich ein wenig mehr über dessen Geschichte erfahren können.

Prof. Pippidi schrieb in der Zeitschrift Dilema Veche nr. 261 vom 18. Februar 2009:

Das Haus gehörte einst dem Maler G.D. Mirea (der wahrscheinlich für die Innenbemahlung zuständig war), später dem Oberst Radu Miclescu. Es befindet sich an der Kiseleffstrasse bei Nummer 33. Der frühere grosse Garten ist heute marode und wurde, wegen der Gier des Käufers, zum Bauland bestimmt. Über die ganze dauer des Prozesses um dieses Anwesen finden nachts Arbeiten statt, die den Verfall beschleunigen. (…)

Ich hatte vernommen dass der neue Kulturminister in einem der ersten Interviews, in dem er seine Absichten erklärte, dieses Haus erwähnt hat. Dazumal hatte ich erfahren dass ofizielle Schritte für die Enteignung des Besitzers getroffen wurden. Seitdem ist lange Zeit vergangen und die Zerstörung geht weiter.

Die Fotos zeigen brutal was der Passant von der Strasse aus bloss flüchtig erblickt: das aufgeschlitzte Dach, die zertrümmerten Scheiben, die zerrütteten Gewölbe. Das Haus hatte einen Wintergarten (wie hätte er wohl gefehlt? Ein charakteristisches Element der Architektur der Zeit um 1900, dort begegneten sich die Figuren des Oscar Wilde), ein Treibhaus mit gläsernen Wänden, jetzt zertrümmert. Von allen Seiten hat eine wahnsinnige Vegetation das Haus umzingelt, jetzt schleicht sie hinein. Im Keller gab es zu Lebzeiten des alten Oberst bereits Pilze. Der Elan mit welchem sich das wilde Leben hineinwirft kann nicht beherrscht werden.

Die damaligen Besitzer, Familie Miclescu, waren genötigt gewesen, ihren gesamten Besitz ab 1948 aufzugeben, da sie als Grossgrundbesitzer verfolgt und inhaftiert wurden.

Eingerissene Decke, die Balken sind nicht morsch

Das Haus wurde nie verstaatlicht, es wurde besetzt. Trotzdem musste der rechtmässige Besitzer einen Prozess beginnen, um es zurückzugewinnen. Er verlor in den ersten zwei Instanzen. Als er abermals rekurieren wollte, erklärte man ihm, dass er aufgrund einer Gesetzesänderung unter Präsident Iliescu Risiko läuft, alles zu verlieren. Daher sah er sich gezwungen das Streitobjekt, zusammen mit einem anderen Grundstück, einem plötzlich aufgetauchten Käufer für weniger als ein Zehntel des Hauswertes zu verkaufen. Dies erfolgte zwischen 1994-1996.

Das Haus trug nach dem Erdbeben 1977 einige Schäden und wurde nie mehr richtig repariert. Im Keller wurden einige zusätzliche Stützen angebracht.

Neue Fotos mit dem aktuellen Zustand hier

Mehr Fotos sind auf diesem Blog bei Pictures zu finden

Weitere Artikel über dieses Haus:

Teil 1: Erste Begegnung

Teil 3: Bilder von früher

Casa de pe soseaua Kiseleff – 2 – update

Distrugeri nenatural de ordonate

Intre timp am aflat, cum imi dorisem, mai multe despre casa.

Dl. Pippidi scrie in Dilema Veche nr. 261 – 18 februarie 2009:

Casa a fost a pictorului G.D. Mirea şi, mai tîrziu, a colonelului Radu Miclescu. Se găseşte la nr. 33 din Şoseaua Kiseleff. Ceea ce a fost o mare grădină, acum în paragină, este un teren bun de construit care a stîrnit lăcomia afaceristului care a cumpărat casa. Cît timp se prelungeşte procesul în jurul acestei proprietăţi, operaţii nocturne se desfăşoară acolo ca să grăbească ruinarea. (…)

Am auzit că, într-unul din primele interviuri prin care şi-a declarat intenţiile cu care şi-a luat în primire funcţia, noul ministru al Culturii şi al Patrimoniului s-a referit la această casă. Fusesem de altfel informat că vor începe demersurile oficiale pentru exproprierea ei. De atunci însă trecuse multă vreme şi distrugerea nu s-a oprit. Fotografiile arată brutal ceea ce, de pe stradă, trecătorul doar zăreşte: acoperişul spintecat, geamurile sparte, bolţile rupte. Casa a avut o “grădină de iarnă” (cum ar fi lipsit? este un element caracteristic al arhitecturii de la 1900, acolo se întîlneau personajele lui Oscar Wilde), o seră cu pereţii de sticlă, acum făcuţi ţăndări. Din toate părţile, o vegetaţie nebună a împresurat şi se strecoară înăuntru. În pivniţă erau ciuperci de pe cînd trăia bătrînul colonel. Elanul cu care se revarsă viaţa sălbatică nu poate fi stăpînit.

 Planseu smuls

Proprietarii de atunci, familia Miclescu, trebuisera sa-si abandoneze posesiile prin 1948, dupa cum rezulta din articolul aparut in Evenimentul de Botosani.
Casa nu a fost niciodata nationalizata, ci ocupata. Totusi, proprietarul a trebuit sa faca proces pentru a o recastiga. A pierdut la primele doua infatisari. Cand a vrut sa faca recurs, i s-a pus in vedere ca risca sa piarda totul, din cauza unui amendament la lege adus pe vremea presedintelui Iliescu. Atunci, considerand ca nu merita riscul si eforturile, s-a vazut nevoit s-o vanda, impreuna cu un alt teren, pentru mai putin de 10% din valoarea casei. Asta se intampla in 1994-96.

Casa purta stricaciuni de la cutremurul din 1977 si nu a fost reparata cum trebuie, dar in pivnita au fost pusi stalpi de sustinere.

Stie cineva mai multe despre zvonul cu nationalizarea ei?

Fotografii actuale AICI

Mai multe poze poti vedea pe acest blog la Pictures

aici gasesti povestea fostului proprietar in Evenimentul de Botosani

Articol in Dilema Veche, nr.261 2009-02-18 | Andrei PIPPIDI

Partea 1: Imagini din trecut

Imagini mai noi pe Reptilianul – un blog curajos de explorare urbana

Wie gehen wir mit Geschichte um – Palast der Republik in Berlin, 15xx-2006

Schlossplatz um 1900

Nationaldenkmal Kaiser Wilhelm mit Schloss, 1900

16. Jh. bis 1950 – Burg und Schloss

Für die Spreeinsel in Berlin wurde im Laufe der Zeit ein harter Kampf geführt.

Kurfürst Friedrich II. Eisenzahn hatte ursprünglich darauf 1443 eine Burg errichten lassen, die die Handelswege kontrollieren sollte, welche sich auf der Spreeinsel kreuzen. 1465 wird dem mittelalterlichen Bau eine spätgotische Erasmuskappelle angefügt. Im 16. Jh. wird auf Wunsch des Kurfürsten Joachim der II. die alte Burg weitgehend abgetragen und durch einen prachtvollen Renaissancebau ersetzt.

Berliner Stadtschloss, 1685, Unbekannter Künstler

Kurfürst Friedrich der III. lässt es ab 1699 zur Königsresidenz ausbauen, zwei Jahre bevor er zum König Friedrich I. von Preussen gekürt wird. Hofbaumeister Schlüter, der den barocken Umbau vollzogen hatte, entwirft einen Münzturm an der Nordwestecke, leider muss dieser aber aus statischen Gründen 1706 wieder abgetragen werden, Schlüter wird daraufhin unehrenhaft entlassen. Er bleibt am Hofe als Bildhauer, aber das Berliner Stadtschloss wird zur Hauptresidenz der nachfolgenden Könige und Kaiser.

Luftaufnahme um 1900Nach der Novemberrevolution 1918, die Deutschland von einer konstitutionellen Monarchie in eine demokratische Republik verwandeln sollte, wird das Schloss als Museum genutzt und von unterschiedlichen wissenschaftlichen Forschungsgesellschaften gemietet.

Schlüterhof ca. 1920-30 ©

Bei einem Grossangriff auf Berlin am 3. Februar 1945 wird das Schloss getroffen und brennt zu grossen Teilen aus. Weitere Schäden werden besonders den Fassaden zum Schlossplatz bei Strassenkämpfen zwischen Deutschen Soldaten und der Roten Armee zugefügt. Dennoch ist das Schloss zu diesem Zeitpunkt in besserem Zustand als Schloss Charlottenburg im Westen der Stadt; Aussenmauern, Tragwerk und Treppentürme zeigen sich als imponierende Ruine. Der zweite Stock des Westflügels, mit dem berühmten Weissen Saal, ist weitgehend vom Feuer verschont geblieben und wird zwischen 1945 und 1948 von zahlreichen Besuchern bestaunt.

Räume wie dieser waren nach dem Krieg ehalten geblieben

Postbellum – Brache und Palast

1950 beschliesst Walter Ulbricht, Generalsekretär des ZK der SED, die Beseitigung des Stadtschlosses, da es einerseits an finanziellen Mittel für die Renovation fehlt, andererseits vor allem weil es ein “Symbol des preussischen Adels und Militarismus” darstelle. Nach Sprengung, Abriss und Schutträumung (letztere wird unter anderem durch die FDJ ausgeführt) die zwischen 7 September – 30. Dezember 1950 stattfinden, bleibt das Grundstück für 23 Jahre brach. Dabei wird es unter dem neuen Namen Marx-Engels-Platz für Kundgebungen und Aufmärsche, aber auch als Parkplatz benutzt. Bis zu diesem Zeitpunkt war noch das komplette Kellergeschoss des Stadtschlosses erhalten und wurde nun zur Hälfte für die neue Bodenwanne des Palastes entfernt.

Abriss 1950

Zwischen 1973 und 1976 wird auf der Stelle des ehemaligen Stadtschlosses der Palast der Republik errichtet. Allein der Namenswandel deutet auf Paradigmenwechsel hin. Chefentwerfer ist Heinz Graffunder, der zwischen 1976-1988 die städtebauliche Projektierung der neuen Berliner Stadtbezirke Berlin-Marzahn und Berlin-Hellersdorf leiten wird.

Der Palast der Republik bestand aus zwei massiven Aussenvolumen, welche durch einen Mittelkörper verbunden wurden. Die Aussenmasse 180 m x 85 m und die Höhe von 32m orientierten sich an den Dimensionen des benachbarten Marstalls und des Staatsratsgebäudes.

Hier zum Vergleich die Masse des Bukarester Volkspalastes (Bauzeit 1984 – 1989, heutzutage Parlamentspalast): 275 m x 235 m, Höhe 84m überirdisch, zusätzlich 15 m Kellergeschosse.

Palast der Republik, April 1976

Als Brandschutzmassnahme wurden der Stahlstruktur 5’000 Tonnen Spritzasbest aufgetragen, was einer Menge von 720 Tonnen Rohasbest entspricht. In den ’60-’70er Jahren war der Einsatz von Asbest als Dämmstoff die Standardvorgehensweise. Asbest ist ein Material mit Feuerbeständigkeit bis 1’000°C und wurde ab 1820 erst für die Bekleidung der Feuerwehrleute benutzt, dann vermehrt in der Industrie eingeführt. Von Faserzement, Dacheindeckungen und Aussenwandverkleidungen (als Eternit – wobei das heutige Eternit kein Asbest mehr enthält) wird Asbest zum Bestandteil von über 3’000 unterschiedlichen Produkten, wie Zahnpasta, Postsäcken, Synthetikfiberkleidung, Knöpfen, Elektrogeräten. Obwohl es bereits 1900 als gesundheitsschädigend erkannt und, mit der immer weiter verbreiteten Anwendung, in den ’70er Jahren offiziell als krebserzeugend bewertet, wird Asbest von einer sehr starken Lobby unterstützt, die das Benutzen des Materials als Brandschutznorm erzwingt (Schweiz). In der BRD wird Spritzasbest als erstes Asbestprodukt 1979 verboten.

Am 23 April 1976 wird nach 32 Monaten Bauzeit mit grossen Feierlichkeiten der Palast der Republik eingeweiht.

Veranstaltung im Palast, Sommer 1976 © Wikimedia Commons

Wikipedia beschreibt den Palast wie folgt:

Dem Bau des Palastes der Republik lag das Konzept eines Volksheimes oder Volkshauses zugrunde, das im 19.Jahrhundert vor allem von der sozialistischen Arbeiterbewegung verfochten und etwa in Belgien, Frankreich (Centre Georges Pompidou), den Niederlanden oder Schweden (Kulturhuset in Stockholm) zu umfangreichen Bauten führte. Vor allem in der frühen Sowjetunion wurden Kulturhäuser zu Symbolen der neuen Staatsmacht. In Deutschland bauten vor allem die Gewerkschaften solche Anlagen. In der DDR wurde die Aufgabe des Kulturhauses oder Kulturpalastes zu einer eigenständigen Richtung der Architekturtheorie. (…) Der Palast der Republik zeigte sich vor allem mit seinen umfangreichen Foyers, den Restaurants, der Bowlingbahn, aber auch mit dem Großen Saal für Veranstaltungen als Kulturpalast. Auf Grund des weitgehenden Fehlens ähnlicher Anlagen im Zentrum Ost-Berlins war ihm die Publikumsgunst sicher. (…) und aus Schweden importierter weißer Marmor machten aus diesem Bau etwas Einzigartiges.

Der kleine Saal des Palastes diente als Sitz der Volkskammer, des Parlaments der DDR. Der große Saal diente als Ort für große Kulturveranstaltungen. Er hatte die Form eines symmetrischen Sechsecks mit 67Meter Breite und 18Meter Höhe. Hubeinrichtungen ermöglichten verschiedene Höhen der Bühne für verschiedene Kongress- oder Konzertzwecke. Die Aktionsfläche war somit von 170 bis 1000m² wandelbar.

Postrevolutionem – Zweifel und Debatten

Am 19. Septembrie 1990 wird das Gebäude wegen Asbestverseuchung geschlossen, von einer Sanierung wird abgesehen. Dennoch wird zwischen 1998 und 2003 für 35 Mio.€ so entfernt, das sowohl Instandsetzung als auch Abriss möglich sind.

Infolge diverser Architekturwettbewerben mit Vorschlägen zum Umgang mit dem Schlossplatz beschliesst der Bundestag 2003 den Abriss des Palastes zu Gunsten des Humboldtforums auf Grünfläche, in welchem ein Museum der Aussereuropäischen Kulturen, eine Zentralbibliothek und die historischen Sammlungen der Humboldt – Universität untergebracht werden sollen. Die Fassaden, welche nicht auf die Spree schauen, sollen nach barockem Modell wiederaufgebaut werden. Da die Kosten des Bauvorhabens 590 Mio. € betragen, wurde eine Zwischennutzung beanstandet. Frühling 2004 begann diese unter dem Namen “Palast des Volkes”, mit Kunstausstellungen und Theaterstücke in dem Palastinnenraum, der nur noch als Rohbau besteht. Im Rahmen des Projekts “Fassadenrepublik” konnten die Besucher den teilweise gefluteten Palast in Schlauchbooten erkunden.

Am 26. Januar 2005 lässt der norwegische Künstler Lars Ramberg den Schriftzug “ZWEIFEL” in 6m – hohen, neonbeleuchteten Buchstaben anbringen. Mit seinem Projekt wollte der Künstler Diskussionen über die Zukunft des Palastes und über verloren geganene Utopien ermutigen. Am 10. Mai 2005 wurde der Schriftzug wieder abmontiert, nach einem Streit über Urheberrechtsverletzung zwischen dem Künstler und den Veranstaltern der Ausstellung ZeitSchichten – Erkennen und Erhalten – Denkmalpflege in Deutschland in Dresden, die ein Palastbild samt Schriftzug als Teil einer Installation ohne Erlaubnis oder Informieren des Künstlers verwendet hatten.

Palast des Zweifels, 2005 © Wikimedia Commons

Die Ausstellung “Fraktale” probiert mit einem weissen Raum in der Mitte des Palastes – White Cube Berlin – ein letztes Mal dem Gebäude eine neue Rolle zu etablieren. Deren Aufbau und Inhalt wurden im Dokumentarfilm AltlastPalast dokumentiert. Im Dezember 2005 wurde in Berlin eine Stiftung für den Erhalt des Palastes der Republik gegründet.

Im Sommer des Jahres 2005 diplomierte ich in Karlsruhe. Die einzige 1.0 – Note unseres Jahrgangs ging an einen Kollegen, der sein Studium im 27. Semester mit einer 5cm – dicken DIN A4 Mappe mit handgezeichnneten Vorschlägen zur Fassade des Palastes der Republik abschloss.

Proteste gegen den Abriss 2006 © Wikimedia Commons

Zum Abriss abermals Wikipedia:

Nach Terminen im Frühjahr 2005 und im Oktober 2005 wurde das Gebäude ab Februar 2006 mithilfe von fünf Kränen langsam von den beteiligten Unternehmen zurückgebaut. Von einer Sprengung des Gebäudes wurde abgesehen, weil Beschädigungen umliegender Gebäude durch den Auftrieb der Bodenwanne und das dadurch bedingte Absinken des Grundwasserspiegels befürchtet wurden. Stattdessen wurde das abgetragene Material gemessen und im gleichen Maß dann mit Wasser versetzter Sand in die Bodenwanne geleitet. Die Kellergeschosse des Palastes der Republik bleiben vollständig erhalten und sollen bei einer Neubebauung genutzt werden.

Die Abrissarbeiten sollten ursprünglich Mitte 2007 abgeschlossen sein. Im Laufe der Arbeiten wurde an mehreren Stellen zusätzlich asbesthaltiges Material festgestellt. Der Abriss verlangsamte sich dadurch deutlich. Am 2.Dezember 2008 wurde der letzte Gebäudeteil des Palastes abgerissen. Die Zusatzkosten in Höhe von bislang 9,9Mio.Euro muss der Bund übernehmen.

Nach Abschluss der Abrissarbeiten wird das Kellerbecken des Palastes mit 20.000m³ Sand aufgefüllt. Wenn diese Arbeiten wie geplant im Februar abgeschlossen sind, soll die Fläche begrünt werden, ehe im Jahr 2010 der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als „Humboldt-Forum“ beginnt. Auf dem direkt anschließenden Schloßplatz ist seit Oktober 2008 die „Temporäre Kunsthalle Berlin“ öffentlich zugänglich.

Insgesamt wurden 78.000t Baumaterialien abgetragen. Davon waren:

  • 56.600 t Beton
  • 19.300 t Stahl und Eisen
  • 500 t = 8.200 m² Glas
  • 600 t Ziegel und Holz
  • 1.000 t Bitumengemische, Kunststoffe und Dämmstoffe
  • 200 t besonders überwachungsbedürftige Stoffe, die wegen der Asbestanteile getrennt entsorgt werden mussten.

Das mitunter sehr wertvolle Material wurde teilweise für den Bau des derzeit höchsten Gebäudes der Welt – den Burj Dubai – nach Dubai verkauft. Teilweise wurde der Stahl auch von Volkswagen gekauft und für den Bau von Motorenblöcken im Golf VI verwendet.

Bei den Abbrucharbeiten kommen die Kellergeschosse des alten Stadtschlosses wieder zum Vorschein, 2006

ein besonderes Dokument: der Abrisskalender

eine Luftaufnahme des Grundstücks

Ansicht des Palastes, 2009 © Wikipedia Commons

Ein verrückter Bau in einer entgleisten Stadt

Dorobanti Tower, Render © Zaha Hadid Architects 

Das Haus des Volkes mit seiner Rekordfläche schien uns Bukarestern nicht zu genügen, jetzt brauchen wir auch noch eine vertikale Dominante… In einer von Erdbeben regelmässig gerüttelten Stadt, in der sich der Asphalt und die zahlreichen Betonstrukturen im Sommer regelmässig auf über 60°C erhitzen und, wegen der Wärmespeicherfunktion dieser, die Höchsttemperatur erst Abends um sieben Uhr stattfindet, in einer Stadt, welche auf sandig-lehmigem Boden an einem Fluss, den man kaum noch erkennen kann, gebaut wurde – würde man einen Glasturm bauen, dessen Fenster dauernd von heruntergezogenen Storen versperrt werden und dessen Klimatisierung den Jahresausstoss eines gesmaten AKWs benötigt. Was ist mit dem Zugang an dieser absolut zentralen Lage – siehe Luftbild? Wahrscheinlich haben die unteren 20 Stockwerke Parkhausfunktion. Oder ist eine direkte U-Bahn-Linie von dem nur 6km (nach Angaben der Planer) – entfernten Flughafen geplant? In Wirklichkeit ist der Flughafen 14km entfernt, die einem, je nach Tageszeit, auch mal wie 80km oder mehr vorkommen. Wer in letzter Zeit die Stadt besucht hat, weiss, dass viele Einwohner mit 4 Stunden Arbeitsweg rechnen müssen, da der Verkehr zu Stosszeiten zum erliegen kommt. Seit den Achzigern hat sich die Autozahl verfünffacht, der Strassenbau blieb leider in den Achzigern.

Allein für die Zwischenlagerung des Baumaterials und die Baugrube währe mindestens die dreifache Fläche des Turms nötig. Umgebung abreissen? Plattform bauen? Vorgefertigte Elemente direkt per Helikopter einfliegen?

In der Beschreibung des Planerbüros wird der Entwurf als “timeless” – zeitlos – gelobt. Dabei war Kult des Stararchitekten nie stärker als heute, nie war dieser weniger an der Umgebung und an der Funktionalität interessiert. Früher war für die Errichtung von Prunkbauten ein totalitärer Führer nötig, heute schafft der berühmte Architekt das im Alleingang…

Wie gut, dass uns Bukarester der Bau eines modernen urbanen Zentrums im Herzen dieser chaotischen Stadt, in welcher der Verkehr längst zum Kollaps gekommen ist, beschäftigt. In dieser Stadt, in welcher jeden Tag altehrwürdige Häuser, die der kommunistischen Abrisswut entkommen konnten und denen man in einem Land wie Deutschland sogar das Schlüsselloch unter Denkmalschutz stellen würde – abgerissen werden, um zufälligen Bauten Platz zu machen, die nicht einmal erfolgreich andere “moderne” Hochbauten in der Welt immitieren können.

Auf diese Weise kämen wir höchstens dem Image Moskaus näher, der Stadt in welcher die zahlreichen sagenhaften Neubauten nicht, wie gewollt, die Bewunderung des Westens, sondern gerade dessen Verachtung hervorrufen, wegen dem ausserordentlichen Kontrast zwischen den Baukosten und der Misere der grossen Mehrheit der Stadtbewohner.

In einem Land mit ernsthaften Infrastrukturproblemen, das zurzeit nicht imstande ist, der Mehrheit seiner Bürger eine Existenz oberhalb der Armutsgrenze zu ermöglichen, würde der Bau eines solchen Monuments alles illustrieren, was mit dem Kapitalismus schiefgelaufen ist.

Berühmte repräsentative Bauten unterscheiden sich von geschmacklosen Experimenten durch deren Authentizität. Gewiss war der Eiffelturm in Paris oder das World Trade Center in New York für seine Zeit ein avantgardistischer Bau, aber sie erfüllten ihren jeweiligen Zweck: sie wurden in Zeiten des wirtschaftlichen Erfolgs gebaut und fungierten als Symbole, der erste, der technischen Meisterhaftigkeit, der zweite, der Handelsmacht. Sie waren glaubwürdig und haben deshalb ihre Symbolfunktion im Laufe der Zeit behalten.

Wissen und Macht verpflichten. Sollten wir dies verachten, riskieren wir wohl wie die Bankiere zu enden.

Im Anhang der Text der Seite “Zaha Hadid Architects”, von der auch die Renderings stammen.

“an iconic presence in the heart of Bucharest. (…) The purity of its form – a chamfered diamond- like structure – will be a timeless, elegant landmark in the centre of Bucharest. Zaha Hadid Architect’s design concept (…) naturally expresses the changing programme of hotel, amenities, and residential apartments. The site is located in the centre of Bucharest, to the west of Piaza Romana, and approximately 6km south of the international airport. The brief called for a 100,000 square metre mixed-use development at the junction of Calea Dorobanti and St. Mihail Eminescu. The project comprises 34,000 square metres of a 5-star hotel (including restaurants and a convention centre) and 35,000 square metres of luxury apartments.(…) This public area will be unlike anything else in Bucharest, representing a major attraction within the dense urban character of the City, offering an important new meeting space and urban plaza.”


Dorobanti Tower, Render © Zaha Hadid Architects

hier geht’s zum LAGEPLAN auf GoogleMaps

hier geht’s zum ENTWURF auf der Seite Zaha Hadid Architects

Das Haus an der Kiseleff – Chaussée, 1900-1994

Dieses Haus in meiner alten Nachbarschaft in Bukarest hatte mich schon immer fasziniert. Heute zerfällt es jeden Tag ein wenig mehr, als wäre es von allen guten Geistern verlassen worden.

Sie sind verschwunden, die guten Geister, das Haus wurde neuen Wächtern überlassen, die es jeden Tag von innen aushöhlen, dabei lassen sie die Fassade bis zum letzten Moment stehen, damit niemand sieht, was zwischen den stolzen Mauern vorgeht. Die Möbel liegen zertrümmert auf den Zimmerböden, im Schutt der heruntergestürzten Decken, die Balken wurden mit den Decken aus den Wänden herausgerissen, man sieht durch drei Stockwerke in den Himmel… Hinten, im Raum wo früher die Feierlichkeiten stattfanden, ist die grosse Treppe auch heruntergefallen, junge Bäume wachsen dort, wo man einst tanzte, der Regen peitscht von innen auf die Scheiben und auf die Nischenwände.

Für uns hat ein neues Jahr begonnen. Ich wundere mich, wie viele Jahre dieses Haus wohl gesehen hat, mit Gästen, die an üppigen Tischen feierten, anstiessen und einander wünschten, dass ihnen das neuen Jahr all jenes bringen solle, was ihnen in den letzten Jahren enthalten wurde. Wie viele elegante Frisuren und Kleider aus edler Seide wohl hier vorbeiraschelten, wie viele intelligente Gespräche wohl in diesen Mauern erklangen, von denen jetzt der letzte Rest blaue Farbe sich zusammenrollt und ergeben abfällt. Bessere Jahre… Und schlechtere Jahre, in denen die Bewohner des Hauses die kommenden Zeiten wohl gefürchtet haben. Es folgten die Kriege, die Zeiten des Wandels.

Ich kenne die Geschichte des Hauses nicht, ich hätte gern mehr darüber erfahren. Ich möchte Bilder von besseren Zeiten sehen,in denen die Bewohner es richtig belebten. Ich wünsche mir, dass die guten Geister zurückkehren und ihre jetzigen “Besitzer” und “Wächter” mit der plötzliche Erkenntniss der Schönheit, die sie so lang schändeten, erschlagen. Ich wünsche mir, dass auch andere kleine und grosse Häuser aus Bukarest überleben, dass sie wieder ruhige Zeiten erleben, wie jene, in welchen sie aufgeblüht sind – und dass sie wieder von Leuten bewohnt werden, die sie schätzen.

hier eine Luftansicht

Weitere Artikel über dieses Haus:

Teil 2: Update

Teil 3: Bilder von früher


Cum tratam istoria – Palast der Republik, Berlin 15xx-2006

Piata Palatului, ca. 1900

Monumentul national Imparatul Wilhelm, in spate palatul, 1900

Sec. 16 – 1950, Castelul si Palatul

Pe Spreeinsel, insula din centrul Berlinului, s-a dus de-a lungul veacurilor o lupta apriga.

In 1443 principele Frederic al II-lea “Dinte de Fier” construieste un castel, menit sa controleze raspantia cailor comerciale fluviale. In 1465 acestuia i se adauga capela in stil gotic tarziu.

Palatul, ca. 1685, autor necunoscut

In sec. 16, la cererea principelui Joachim al II-lea, castelul medieval este in mare masura demolat si inlocuit de o resedinta impunatoare in stil renascentist. Palatul devine resedinta principala (de iarna) a principilor Marcii Brandenburg, mai tarziu a regilor Prusiei, respectiv a imparatului german.

Vedere aeriana a palatului, ca.1900Dupa Revolutia din Noiembrie 1918, care a transformat Germania din monarhie constitutionala in republica parlamentara democrata, palatul devine muzeu si este preluat cu chirie de diverse societati de cercetare stiintifica.

Schlüterhof, 1920-30

Puternic afectata in al doilea razboi mondial, cladirea a adapostit o vreme diverse expozitii.

Sali ca aceasta erau inca intregi dupa razboi

Postbellum – Paragina si Palatul

In 1950, Walter Ulbricht, secretarul general al comitetului central al partidului socialist SED, decide dinamitarea palatului, deoarece nu existau destule mijloace pentru reconstructia lui – dar mai ales pentru ca reprezinta “un simbol al nobilimii si militarismului prusac”. Dupa demolare (7 septembrie – 30 decembrie 1950), situl ramane teren viran timp de 23 de ani – dar este folosit cu mare succes ca areal pentru marsuri si serbari, ca tribuna pentru discursuri politice – si ca loc de parcare.

Demolarea.1950

Intre 1973 si 1976 pe locul fostului Palat al Berlinului se construieste Palatul Republicii. Deja numele arata schimbarea mentalitatii ce are loc odata cu venirea la putere a noului regim. Arhitect-sef este Heinz Graffunder, devenit apoi 1976-1988 coordonator de proiectare urbana al noilor cartiere de blocuri ale Berlinului, emblematice pentru noul stil socialist, Berlin-Marzahn si Berlin-Hellersdorf.

Palatul Republicii consta din doua volume exterioare masive, unite printr-o piesa centrala, dimensiunile ansamblului, de 180m x 85 m si inaltimea de 32m raportandu-se la constructiile invecinate, Consiliul de Stat (pe diagonala) si, in prelungire, Marstall. Marstall era initial cladirea grajdurilor imperiale, devenita in 1918 sediul unei divizii a Marinei (Volksmarinedivision), preschimbata in 1920 in Biblioteca Orasului, restaurata dupa al doilea razboi mondial sub titlul de “Academia de Arta”, astazi adaposteste Facultatea de Muzica)

Aici o comparatie cu o celebra constructie de la noi: Casa Poporului masoara 275m x 235m, la o inaltime de 84m deasupra solului si adancime 15 m subteran.

Palatul nou in aprilie 1976 © WikipediaPentru protectia ignifuga a structurii de fier s-au folosit ca. 5’000 tone spuma de azbest, echivaland cu 720 t minereu de azbest, aceasta fiind in anii ’60-’70 procedura – standard de protectie impotriva focului. Azbestul, un material cu proprietati termice exceptionale si rezistent la foc pana la 1000°C, fusese utilizat de la 1820 pentru hainele pompierilor si introdus apoi treptat in industrie, ajungand sa fie component in peste 3000 de produse foarte diferite (ciment, acoperisuri, material izolant, pasta de dinti, saci de posta, haine din fibre sintetice, nasturi si diverse materiale electrice, sub forma de eternit). Desi nocivitatea produsului se descoperise de la 1900 si, odata cu folosirea din ce in ce mai intensa, incepand cu anii ’70, rolul direct in aparitia cancerului pulmonar, folosirea azbestului a fost promovata de un lobby puternic, devenind in unele tari norma obligatorie in ignifugarea si izolarea termica a constructiilor. In RFG primul produs pe baza de azbest – spuma – a fost interzis in 1979.

Pe 23 Aprilie 1976 se inaugureaza cu mare pompa Palatul Republicii, care adaposteste Parlamentul RDG si o Casa de Cultura, deschisa poporului.

Serbare la palat in 1976 © Wikimedia CommonsIdeea construirii unei “Case a Poporului” nu era noua, ci aparuse deja in sec. 19 in cadrul miscarii muncitoresti, dand nastere unor constructii de proportii in Belgia, Franta (Centrul Georges Pompidou), Olanda, Suedia (Kulturhuset in Stockholm). Indeosebi in tanara URSS “Casele de Cultura” au devenit simbolul noii puteri de stat. In RFG caminele culturale erau construite mai mult de sindicatele muncitoresti, in RDG insa s-a dezvoltat pentru ele un nou tip de program in arhitectura.

Palatul Republicii avea foyeruri impunatoare, restaurante, o sala mare de spectacole si o sala de bowling, el includea un mic teatru, sali de expozitie, un lactobar (mai exista asa ceva in zilele noastre?), restaurante cu livrari deosebite, o filiala a postei, deschisa si duminica, o discoteca – si in plus – era pavat cu marmora alba importata din Suedia. In Berlinul de est neexistand in acea perioada alte locuri de intrunire si petreceri, palatul era foarte apreciat.

Sala mica adapostea Parlamentul RDG, iar sala mare, de forma unui hexagon simetric, de 67m latime si inalt de 18m, era locul evenimentelor culturale si congreselor. Datorita unor constructii scenice in pardoseala si tavan, dimensiunea salii putea fi modulata intre 170 si 1’000m2, cu locuri asezate de la 1’000 la 4’500 de persoane. Aici aveau loc si congresele de partid.

Postrevolutionem – Indoiala si Dezbateri

Pe 19. Septembrie 1990 cladirea este inchisa din motive de securitate sanitara – azbest! – si pentru ca nu se prevede asanarea ei. Totusi, intre anii 1998 si 2003 azbestul a fost indepartat, lasand deschise ambele optiuni, a consolidarii cat si a demolarii constructiei, acum curatata “la rosu”, pentru 35 de milioane €.

In urma diverselor concursuri de arhitectura pentru o conversie viabila, guvernul german a decis in 2003 demolarea structurii in favoarea construirii unui Forum Humboldt, care sa adaposteasca Muzeul Culturilor Extraeuropene, o biblioteca centrala si colectiile stiintifico-istorice ale Universitatii Humboldt. Fatadele de pe partea opusa raului Spree se vor reconstrui dupa modelul celor baroce ale palatului detonat in 1950. Totusi, avand in vedere costul de 590 milioane € pt. construirea forumului, s-a cerut o folosire temporara a structurii. In primavara lui 2004 aceasta a inceput sub numele de “Palatul Poporului”. Expozitii de arta si piese de teatru si-au gasit locul in structura in care amenajarile interioare fusesera inlocuite de tribune provizorii. In cadrul proiectului “Republica Fatadelor” vizitatorii au putut naviga prin palatul partial inundat ambarcati in barci gonflabile.

Pe 26 Ianuarie 2005 artistul norvegian Lars Ramberg a pus sa fie montate literele “ZWEIFEL”(Indoiala), inalte de 6m, iluminate cu neoane. Cu “Palatul Indoielii”, Ramberg dorea sa incurajeze discutiile legate de viitorul palatului si discursul despre utopiile pierdute, cautarea de noi perspective si identitati. Actiunea a continuat pana in Mai 2005, cand a avut loc un conflict asupra drepturilor de autor intre artist si Directia Monumentelor Istorice, care expusese o fotografie a palatului cu scrisul “Zweifel” deasupra in cadrul unei o expozitii din Dresda “Straturile Timpului – Recunoastere si Conservare – Patrimoniu in Germania”. Expozitia a avut loc intre Iunie – Noiembrie 2005 si trata, printre altele, subiectul demolarii palatului sub aspectul monumentului istoric. Artistul nu fusese informat sau intrebat asupra folosirii operei sale in cadrul unei expozitii.

©2005 Palatul Indoielii

In cadrul expozitiei “Fraktale” se infaptui un spatiu mare si alb in centrul palatului, care deveni simbolul noii utilizari artistice a palatului. Cu proiectele unor renumiti artisti internationali, expozitia „White Cube Berlin“ incerca sa stabileasca controversatului palat, in pofida planurilor de demolare, un nou rol. Procesul construirii expozitiei si desfasurarea ei reprezinta tema filmului documentar “Altlastpalast” – palatul vechii poveri. In Decembrie 2005 se creeaza in Berlin o fundatie pentru pastrarea Palatului Republicii.

Mi-am sustinut diploma in vara lui 2005 la facultatea din Karlsruhe; singura nota de 10 a anului s-a decernat unui coleg, student in semestrul 27(!), pentru o mapa A4 de 5 cm grosime cu desene executate in maniera naiva, “la mana libera”, cu diverse propuneri pentru Fatada Palatului Republicii.Proteste impotriva demolarii, 2006 – “Si regele cand vine?”

Pe 6 Februarie 2006 s-a inceput cu crearea unei brese intre cele doua corpuri laterale, pe 2. Decembrie 2008 s-au incheiat lucrarile, cu daramarea ultimului turn de scari. Demolarea a fost anevoioasa pentru ca exista riscul periclitarii cladirilor din jur. Etajele subterane au fost pastrate, ele fiind consolidate in sistemul vana si vor fi reutilizate in noua constructie. Pana la terminarea lucrarilor de demolare, subsolul va fi umplut treptat cu 20’000 m3 de nisip umed, aceasta fiind cantitatea necesara incarcarii structurii, pentru a nu fi afectat nivelul raului Spree. Suprafata pe care se afla odata Palatul Republicii va fi inverzita si in 2010 va incepe reconstructia Palatului Berlinului, dupa modelul celui vechi, demolat in 1950, acum sub noul nume de “Humboldt Forum”.

Subsolul vechiului palat rasare in 2006 dintre daramaturi © Wikipedia

Pe arealul din fata cladirii are loc din Octombrie 2008 expozitia deschisa gratuit publicului “Hala Temporara de Arta Berlin”.

La demolarea Palatului Republicii au fost inlaturate in total 78’000 tone material de constructie, din care:

  • 56.600 t beton
  • 19.300 t otel si fier
  • 500 t = 8.200 m² sticla
  • 600 t tigle si lemn
  • 1.000 t amestecuri bituminoase, material sintetic si izolant
  • 200 t material deosebit de periculos, partial continand azbest

Materialul in parte foarte valoros a fost partial vandut si utilizat la inaltarea structurii actualmente celei mai inalte din lume, Burj Dubai. Partial, otelul structurii a fost cumparat de Volkswagen si folosit in constructia blocurilor motor ale lui Golf VI.

 

un document deosebit: calendarul fotografic al demolarii

aici vedere din satelit a situatiei actuale

Situl palatului, 2009

O constructie dementa intr-un oras scapat din frau

 

Dorobanti Tower, Render © Zaha Hadid Architects

Nu ne ajungea Casa Poporului cu suprafata ei record, acum ne trebuie si o capodopera dominanta in plan vertical… Intr-un oras scuturat de cutremure, in care vara temperatura ajunge la 60°C pe asfalt si betoane, maxima inregistrandu-se in centru abia la sapte seara, din cauza functiei de acumulatori de caldura a blocurilor, intr-un oras in care terenul de constructie este nisipos – s-ar construi un turn de sticla de 200m inaltime, ale carui ferestre vor fi mereu obturate de storuri trase si a carui climatizare ar necesita anual volumul de energie produs de o intreaga centrala nucleara! Ce sa mai vorbim despre acces: probabil primele 20 de etaje sunt destinate parcarii. Ori este cumva planuita o linie de metrou directa intre aeroportul international aflat la numai 6km (sic!) si obiectivul cel nou? Numai pentru materialele necesare santierului si construirea fundatiilor ar trebui nivelata in zona o suprafata de 3 ori cat cea a turnului. Ori vor fi aduse cu elicopterul direct elemente prefabricate?

In descrierea biroului realizator, proiectul este laudat cu adjectivul “timeless”. Niciodata cultul arhitectului-star nu a fost mai puternic decat astazi, niciodata indiferenta acestuia fata de functionalitate si sit nu a fost mai mare. Inainte era nevoie de un conducator totalitar pentru construirea unor monumente pompoase, acum ajunge un arhitect renumit…

Ce bine ca ne preocupa construirea unui centru urbanistic modern in inima unui oras haotic, in care circulatia a ingenuncheat de mult, in care in fiecare zi case vechi demne de titlul de “patrimoniu”, ce reusisera sa scape furiei demolarilor comuniste si carora orice neamt le-ar pune sub protectie pana si gaura cheii – sunt demolate ca sa faca loc unor mari structuri intamplatoare, care nu reusesc nici macar sa imite cu succes alte blocuri “moderne” din restul lumii. In felul acesta ne-am apropia ca imagine tocmai de Moscova, orasul in care fabuloasele monumente noi trezesc in loc de admiratia Vestului tocmai repulsia acestuia, prin contrastul extrordinar intre costurile noilor cladiri prestigioase si mizeria locuitorilor. In situatia in care tara noastra, cu probleme serioase de infrastructura, este incapabila sa asigure majoritatii cetatenilor ei o existenta deasupra nivelului de saracie, construirea unui asemenea monument ar ilustra tot ce este mai rau in capitalism.

Monumentele reprezentative celebre se deosebesc de experimentele de gust indoielnic prin autenticitatea lor. Desigur Turnul Eiffel din Paris sau World Trade Center-ul din New York au fost la vremea lor considerate foarte avantgardistice, dar ele isi implineau menirea: erau construite in momente de succes economic si functionau ca simbol – unul, al maiestriei tehnice iar celalalt, al puterii comerciale. Erau credibile, de aceea si-au pastrat in timp functia emblematica.

Stiinta si puterea obliga. Sa nu ne batem joc de aceasta obligatie, altfel riscam sa ajungem ca bancherii.

Mai jos extras din textul de pe pagina biroului “Zaha Hadid Architects”, din care provin si randarile:

“an iconic presence in the heart of Bucharest. (…) The purity of its form – a chamfered diamond- like structure – will be a timeless, elegant landmark in the centre of Bucharest. Zaha Hadid Architect’s design concept (…) naturally expresses the changing programme of hotel, amenities, and residential apartments. The site is located in the centre of Bucharest, to the west of Piaza Romana, and approximately 6km south of the international airport. The brief called for a 100,000 square metre mixed-use development at the junction of Calea Dorobanti and St. Mihail Eminescu. The project comprises 34,000 square metres of a 5-star hotel (including restaurants and a convention centre) and 35,000 square metres of luxury apartments.(…) This public area will be unlike anything else in Bucharest, representing a major attraction within the dense urban character of the City, offering an important new meeting space and urban plaza.”


Dorobanti Tower, Render © Zaha Hadid Architects

aici gasesti HARTA sitului pe google-maps

aici gasesti PROIECTUL pe pagina Zaha Hadid Architects

prof. Andrei Pippidi comenteaza proiectul aici

Casa de pe soseaua Kiseleff, 1900-1994

 

Intotdeauna m-a fascinat aceasta casa, care decade acum cate un pic pe zi ce trece.
Parca au parasit-o cele din urma spirite bune.
S-au dus, casa a ramas la indemana unor paznici care o dezghioaca pe dinauntru, incercand sa lase fatada in picioare pana in ultimul moment, ca sa nu vada nimeni ce se petrece intre zidurile inca semete. Mobila zace faramata in camere in molozul tavanelor cazute – sau scoasa gramada afara, grinzile au fost smulse din pereti odata cu planseele, de se vede in sus cerul prin trei etaje..In spate scara mare a cazut si ea, copaci tineri cresc acolo unde se tineau petreceri inainte si ploaia bate dinauntru in ferestre si pe peretii firidelor.

Pentru noi a inceput un an nou. Ma intreb cati ani va fi vazut incepand aceasta casa, cu musafiri petrecand la mese imbelsugate, ciocnind paharele si urandu-si unii altora un an care sa le aduca tot ce le-a lipsit in ceilalti ani. Cate coafuri elegante, rochii din matasuri rafinate au foit oare pe aici, cate conversatii inteligente si rasete sincere or fi rasunat intre peretii de pe care se coscoveste acum ultimul rest de culoare. Ani mai buni.. Si ani mai rai, oamenii care locuiau acolo poate s-au temut de vremurile ce au urmat. Au fost razboaie, au fost schimbari.

Nu stiu istoria casei, as fi vrut sa aflu mai multe despre ea. As vrea sa vad fotografii din vremuri mai bune, in care casa era locuita de oameni care o locuiau cum se cuvine. Imi doresc ca spiritele bune sa se intoarca si sa trazneasca „proprietarii“ si „paznicii“ cu perceptia brusca a frumusetii casei de care si-au batut joc atata timp. Imi doresc sa supravietuiasca si alte case mai mari si mai mici din Bucuresti, sa ajunga sa retraiasca tihna vremurilor in care au inflorit si sa adaposteasca din nou oameni care stiu sa le pretuiasca.

aici casa vazuta din satelit

Articol in Dilema Veche, nr.261 2009-02-18 | Andrei PIPPIDI | SOS Bucureşti | Fotografii furate de la inamic